Fr., 19.Jun.26; Vanuatu, Efate, Mele; Tag 4.390; 29.838 sm total
Die Eigenwerbung für die Feuershow, die jeden Freitag stattfindet, ist vollmundig. Da wollen wir hin. Dafür verlassen wir Port Vila mit seinen Supermärkten. In den nächsten Wochen erwarten wir keine Einkaufsmöglichkeiten. Atanga ist bis zum Versinken des Wasserpasses voll geladen: Wasser, Diesel und reichlich Futter. Ich habe dreißig Mahlzeiten eingekocht. Schwerstarbeit.
Was fehlt, sind Eier. Um mit Oliver Kahn zu sprechen: Eier, wir brauchen Eier!
Im Supermarkt stehen wir vor einem leeren Regal. ![]()
Wir klappern die kleinen Mini-Shops an der Promenade ab und werden fündig. Ein letzter 30er-Träger, eingeschweißt mit einer Folie. Halt! Das Legedatum war am 5. Mai! Das ist ja über sechs Wochen her. Nicht klimatisierter Laden. Daneben stehen 6er-Kartons ohne Datum, aber gleiche Legebatterie. Die Katze im Sack, besser gesagt, das Küken im Ei. Wir suchen weiter. Nächster Laden, gleiche Eier, gleiches Datum.
Erst nach einem Gewaltmarsch durch die halbe Stadt finden wir Eier anderer Herkunft. Komplett ohne Datum. Die nehmen wir jetzt einfach. Was soll schon passieren? ![]()

30er-Träger gibt es auch gerne mal ohne Folie. Gut für den, der ein Band im Rucksack findet. Diese Eier hatten auch kein Datum und waren tadellos.
Bis zur Beach-Bar mit der Feuershow ist es nicht weit. Nach sechs Meilen fällt der Anker vor einem weitläufigen Strand. Trotz kräftiger Böen liegen wir hier ganz prima.
Die Show ist beliebt. Frühes Kommen sichert gute Sicht. Wir sind schon um 17:00 Uhr am Strand. *** Wir finden einen Platz in der ersten Reihe, Mitte. Prima.

Plätze gibt es genug. Kurz vor 8:00 Uhr war noch viel frei. Links, das ist die Schlange für die Pizza-Bestellung. Knapp 90 Minuten später hatten alle ihr Essen.
Die Show beginnt. Dreißig Mitglieder der örtlichen Tanzgruppe ‚Wan Smolbag‘ springen auf den Strand. Zu moderner Popmusik wird Feuer geschleudert, gespuckt und gedreht. Die Funken sprühen. Es stinkt nach Petroleum. Bei vielen Feuerstößen gleichzeitig wird es warm in der ersten Reihe. Fast meint man, dass die Haare ansengen.
Hier wird nicht lang gefackelt, sondern die beste Feuershow des Pazifiks abgeliefert.

Auch drei junge Frauen sind dabei. Die haben beim Jonglieren weniger gepatzt als ihre männlichen Kollegen.

Unter Einhaltung sämtlicher Feuerbrand-Vorschriften werden an langen Stangen Fackeln über die Köpfe der ersten drei Reihen gehalten. Mutig. ![]()
*** Show-Infos
Wir sind auf die allgemeine Information „man muss reservieren“ und „ man muss früh vor Ort sein“ hereingefallen. Reservieren muss man nur, wenn man in der Bar an einem der Tische sitzen will. Von wo aus man tatsächlich den schlechtesten Blick auf das Spektakel hat.
Wer zufrieden mit einer Pizza auf dem Schoß ist, braucht weder eine Reservierung, noch muss man bereits um 17:00 Uhr vor Ort sein. Auch eine Stunde später gab es noch gute Plätze, da die meisten Leute einen Tisch reservieren.
Und wer ganz spät kommt, setzt sich einfach vor die erste Reihe in den Sand. Hier wird es dann heiß. Stört aber nicht wirklich jemanden.
Da der Eintritt der Show kostenlos ist, wird die Sause durch den Verzehr der Zuschauer finanziert. Das Programm startet erst, wenn alle ihr Essen bekommen haben (Burger, Fish&Chips, Pizza usw.). Bei uns erst um 19:30 Uhr. Da war unser Hintern auf den schmalen, niedrigen Bänken schon ganz schön platt gesessen.
– Happy Hour auf Getränke zwischen 17:00 und 18:00 Uhr. Happy Hour heißt nicht ‚halber Preis‘. Aber ein Euro Nachlass für ein Bier macht ja auch schon happy.
– Am Ende der Vorstellung geht ein Hut durch die Reihen. Die Feuer-Truppe freut sich über Spenden.












































